Rezension: „Die Welt zwischen den Zeilen“

»Ich war neidisch, Isabel und das tut mir leid. Aber was ist schon echt? Und was macht es für einen Unterschied, solange man sich glücklich fühlt?«

»Aber ich will nicht in einer Traumwelt leben.«

»Tun wir das nicht irgendwie alle?«

Hey du da draußen!

Ich sitze nun gerade auf der Terrasse, mit frisch gewaschenen Haaren und genieße den Duft meines Shampoos, der mir durch den sanften Wind zukommt. Oft vergessen wir auch solche Momente zu genießen, oder? Heute habe ich eine kleine Rezension für dich. Da dies meine erste Rezension ist, bitte ich dich, nachsichtig und gnädig zu sein. (;

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Buchtitel: Die Welt zwischen den Zeilen

Autorin: J. Vellguth

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

ISBN: 9781522796007

Seitenanzahl: 208

Preis: Taschenbuch: 9,99€ ; Kindle: 3,99€


»Isabel hat eine unglaubliche Fähigkeit, die es ihr erlaubt, in die Welt der Bücher einzusteigen und dadurch mitten im Leben der Romanfiguren zu existieren. Allerdings immer nur als unbeteiligte Beobachterin. Zumindest bis zu dem einen Tag, an dem sich alles ändert und Aschenputtels Prinz plötzlich mit ihr spricht. Es entsteht eine Liebe, die so überwältigend, surreal und hoffnungslos ist, dass Isabel sich selbst darin zu verlieren droht.

Eine Zeitreise der ganz anderen Art beginnt, denn Isabels Geschichte spielt zwischen den Zeilen einer Welt, die nicht ihre eigene ist. Einer Welt, in der Hoffnung und Liebe, Schwäche und Kraft, Traum und Realität aufeinanderprallen und sie an den Rand ihrer eigenen Existenz führen.«


Die Idee, die J. Vellguth dort zu Papier gebracht hat, hat mir unglaublich gut gefallen. Es ist doch der Traum eines jeden Bücherwurmes, in das Buch, das man momentan liest, eingeschleust zu werden und dem Geschehen zuzusehen. Wenn man die Charaktere agieren sehen kann und ihre Emotionen noch besser nachempfinden kann, wenn man das Vergnügen hat in diese geheimnisvolle Welt eintauchen zu können…

Isabel, eine junge Studentin, die mit ihrem Studiengang nicht zufrieden ist, hat eine solide Einstellung und ihr Charakter hat mir eigentlich auch ganz gut gefallen. Allerdings hätte die Autorin auf Isabell deutlich mehr eingehen können, da man nicht viel über sie in Erfahrung bringen konnte. Und obwohl ihre Gabe, in Büchern zu springen, das Hauptthema des Buches war, wusste man so gut wie gar nichts über ihre Gabe, nur dass sie vererblich ist und man sie anscheinend, nach längerer Pause, verlieren kann.

Prinz Leo, die männliche Hauptfigur, stammt aus dem Buch „Zauberhaftes Aschenputtel“ (das meinen Recherchen nach zu Folge ebenfalls ein Buch von  J. Vellguth ist) und kommt in dem Buch mit Anna, dem Aschenputtel, zusammen. Wenn da nur nicht Isabel wäre, die sich nach einem stressigen Tag, in ihr Lieblings Buch flüchtet und auf den jungen Prinzen trifft. Für Isabel ist es sofort, die Liebe auf den ersten Blick, denn so schnell kriegt sie den Prinzen nicht mehr aus dem Kopf und beschließt dann ihn weiterhin zu besuchen, und lässt damit auch seine Welt aus den Fugen geraten.

Isabel handelt sehr unüberlegt und hat dabei nur sich selbst im Fokus. Auch die Reaktion ihrer Mutter, in einer Abschiedsszene, lässt zu wünschen übrig, da meine Mutter definitiv nicht so locker reagiert hätte. Aber das hängt wahrscheinlich auch von der Beziehung zwischen Mutter und Tochter ab.

Die Liebe zwischen Isabel und Leo war definitiv Liebe auf den ersten Blick. Auch hier hätte ich mir einige Zusatzinformationen über ihre Liebe gewünscht… Meiner Meinung nach war das alles zu oberflächlich und nicht tiefgründig genug.

Meine zwei lieblings Charaktere waren Leo und Isabels Vampir Mitbewohner… Der kleine Monolog über Normen,von Isabels Mitbewohner, fand ich wirklich genial und richtig gut gelungen. Auch Leo hat mir gut gefallen und seine Verwirrtheit über Isabels Auf- und Abtauchen war sehr berechtigt.

»Normal ist nur das Mittel über einer breiten Masse völlig unterschiedlicher Merkmalsausprädigungen. Wenn du zehn Leute nebeneinanderstellst, dann sind die im Mittel vielleicht männlich, kaukasisch und 1, 70m groß. Wenn du sie dir aber einzeln anguckst, ist ein weißer Zwerg dabei, ein schwarzer Riese und eine asiatische Frau. Obwohl das Mittel genau über diese Menschen gebildet wurde, entspricht es vielleicht einer der Norm. Warum also versuchen einer Norm zu entsprechen, die vielleicht nicht einmal existiert?«

»Weil man es eben so macht. Weil die Gesellschaft das erwartet und akzeptiert.«

»Welche Gesellschaft? Wer ist denn diese Gesellschaft? Ist diese Erwartung nicht auch eine Norm und damit nicht existent? Außerdem bist du Teil der Gesellschaft, aus der diese Norm wächst oder gebildet wird.«

Er zeigte mit der Gabel auf mich.

»Du entscheidest, was die Gesellschaft akzeptiert. Du bist die Gesellschaft.«

Alles in allem kann ich definitiv nicht sagen, dass ich das Buch schlecht fand, da ich das Buch in zwei Stunden um 2 Uhr morgens durchgelesen habe. Ich fand die Grundidee, wirklich fantastisch, hätte mir aber insgesamt mehr Details gewünscht. Leo fand ich wirklich sehr süß und gut gelungen, wirklich ein Typ Mann in den man sich verlieben kann. Das Ende des Buches fand ich der Geschichte entsprechend und war auch nicht so ganz vorhersehbar, sodass man eigentlich sogar etwas überrascht war.

Das Cover passt wirklich gut zu der Geschichte und gefällt mir sehr gut. Ich fand nur die Handhabung etwas komisch, aber das könnte auch daran liegen, dass es, als ich es gelesen habe, zwei Uhr morgens war. (;

Ich gebe dem Buch somit also:


3 von 5 möglichen Seesternen. (;

 

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Falls du Fragen oder Anmerkungen hast, dann lass mir doch gerne einen Kommentar da (;

Liebe Grüße und hoffentlich bis bald!

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